Wieso duften Blumen eigentlich?

© kernel - Fotolia.comBlumen duften nicht nur um unser Näschen zu erfreuen, der Grund für ihren Duftausstoß sieht einwenig anders aus, nämlich für die Anlockung von Insekten. Wer im Biologie Unterricht aufgepasst hat, weiß, dass Blumen bestäubt werden müssen um sich fortpflanzen zu können. Dies geschieht durch die so genannten Pollen, die von Blüte zur Blüte fliegen und so die Pflanze befruchten. Damit dies einfacher von statten geht, hat sich die Natur etwas Tolles überlegt, nämlich die Bestäubungshilfe von Insekten. Wie etwa von Bienen, welche von Blume zu Blume fliegen um an das Blumennektar zu kommen – welches sie für die Herstellung von Honig brauchen. Und ganz nebenbei verteilen sie die Pollen und erleichtern so die Fortpflanzung der Blume.

Um die Blumensichtbarkeit für die Insekten zu verbessern, produzieren Blumen einen Duft und strömen diesen aus (je nach Blume verschieden intensiv). Eine Win-Win-Situation für alle beteiligen – die Bienen kommen an ihre Nahrung, die Pflanzen werden bestäubt und wir Menschen können leckeren Honig genießen und uns des Blumenduftes erfreuen!

Nicht nur Bienen sind potentielle Bestäubungshelfer:

Auch Schmetterlinge, Fliegen, Nachtfalter…und viele weitere fliegende Insekten
verteilen die Pollen!

Nicht jedes Blümchen ist dufte:
Doch nicht jedes Blümchen ist auch dufte für unser Empfinden. So gibt es auch Blumen die einen Fäulnisgeruch ausströmen und so bestimmte Fliegensorten anlocken. Demnach produziert jede Blume einen bestimmten Duft um das jeweilige Tier, welches ihr bei Bestäubung hilft – anzulocken. Aber auch um sich u schützen – etwa vor Schädlingen oder vor bestimmten Tieren, um nicht gefressen zu werden. Bestes Beispiel: Lavendel! Bienen lieben diesen Duft, Schafe hingegen meiden diese Pflanze, da diese ihnen – aufgrund des intensiven Duftaromas – zu scharf schmecken. (somit schützt sich die Pflanze vorm Gefressenwerden)

Tagsüber duften die meisten Blumen stärker:
Die meisten Blumen strömen tagsüber ihren Duft stärker aus. Dies liegt einfach daran, dass die meisten Insekten und Tiere am Tage aktiv sind. Deshalb Um nachts nicht unnötig ihre Duftreserven zu verbrauchen, schließen die meisten Blumen nachts ihre Blütenkelche.

Nachtsduftende Blumen:
Bestimmte Blumensorten, wie etwa die Nachtkerze oder der Abendstern nutzen die Nacht um bestäubt zu werden. Dafür strömen sie einen besonders intensiven Duft aus – da nachts die Sichtbarkeit eher schlecht ist.

Duftbetrüger:
Aber wie in unserer Welt, gibt es auch in der Pflanzenwelt Betrüger – wie etwa einige Orchideen. Diese locken Insekten mit einem wunderbaren Duft an und versprechen damit einen feinen Nektar. Die Insekten fallen drauf rein, kommen angeflogen – bestäuben ganz nebenbei die Orchidee und müssen am Ende feststellen, dass kein Nektar zu vergeben ist. Echt fies – aber funktioniert immer wieder!

Mit kurzen Worten: Blumen duften (oder stinken) um Insekten für die Bestäubung anzulocken. Ihr Duft nützt ihnen aber auch als Schutz vor Schädlingen oder vor dem Gefressenwerden! 😉